Björn Klippstein

Feed

Klippstein IT Service

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Feeds (engl. to feed = füttern) sind ein Kommunikationsmedium zum Publizieren regelmäßig aktualisierter Inhalte wie Nachrichten, Radiobeiträge, Fernsehsendungen oder Änderungsmeldungen einer Webseite. Zahlreiche Webangebote, die regelmäßig Artikel publizieren, stellen eine automatisch generierte RSS-Datei mit den neuesten Artikeln zur Verfügung.

Ein Feed ist zunächst eine XML-Datei mit einer normalen URL. Sie enthält i.d.R. mehrere gleichartige Content-Elemente, z.B. einzelne Nachrichten. Ein Feed enthält keinerlei Layout, keine Navigation oder sonstige Zusatzinformationen. Es lassen sich aber nicht nur textuelle, sondern auch auditive und audiovisuelle Inhalte publizieren. Im Fall von Sprache und Musik spricht man von Podcasts, Video-Feeds nennt man oder Videocasts oder Vodcasts. Verfasst ist ein Feed in RSS oder Atom, siehe unten.

Feeds lassen sich abonnieren. Dazu übergibt man seine URL einem Feed-Reader, der die Content-Elemente automatisch herunterlädt, strukturiert darstellt und regelmäßig aktualisiert. Feed-Reader gibt es insbesondere auch für Handys und andere mobile Endgeräte. Dort werden Feeds zunehmend für Radiobeiträge und Videos genutzt.

Im Unterschied zum Newsletter per E-Mail geht die Initiative bei Feeds vom Abonnenten aus. Das bedeutet, dass der Anbieter die Leser nicht auswählen kann, sich im Gegenzug aber auch nicht um eine Verwaltung des Leserstammes kümmern muss. Der Leser muss nicht offenlegen, dass er die Quelle beobachtet und kann Quellen wesentlich leichter abonnieren bzw. das Abonnement widerrufen, indem er einfach entsprechende Einstellungen in seinem RSS-Aggregator vornimmt.

Dadurch, dass die Feed-Inhalte in einem standardisierten Format ohne Layout und Navigation vorliegen, eignen sie sich auch für die maschinelle Weiterverarbeitung:

  • Auf einem mobilen Endgerät kann ein dort installierter Feed-Reader die Darstellung optimal an die beschränkten Möglichkeiten des Gerätes anpassen.
  • Feeds können gemixed werden, indem die Artikel mehrerer Feeds z.B. nach Stichworten gefiltert und zu einem neuen Feed zusammengesetzt werden.
  • Feeds lassen sich in Webseiten integrieren. Viele CMS-Systeme bieten derartige Funktionalitäten. Damit kann man mehrere Informationsströme auf einer einzigen Seite zusammenführen.

Man zählt Feeds zu den ersten Anwendungsgebieten des semantischen Webs.

Zunehmend werden Feeds auch zur Bekanntmachung von Links zu Dateien (z. B. BitTorrent-Dateien) verwendet. Diverse Torrent-Programme besitzen die Möglichkeit zum Abonnement von RSS-Feeds mit entsprechenden Filtereinstellungen zum automatisierten Download.

Feed-Formate

Format Jahr Entwickler Notizen Bedeutung der Abkürzung Spezifikation
RSS 0.90 1999 Firma Netscape basiert auf RDF Rich Site Summary
RSS 0.91
RSS 0.92
2000 Firma UserLand Software basiert nicht mehr auf RDF, sondern auf einer einfachen XML-DTD Rich Site Summary RSS 0.91 RSS 0.92
RSS 1.0 2000 freie Entwicklergruppe mit Unterstützung des W3C Parallelentwicklung zu RSS 0.91, wieder auf RDF basierend. RDF Site Summary RSS 1.0
RSS 2.0 2002 Firma UserLand Software erweitert die älteren RSS-0.9x-Spezifikationen, macht aber keinen Gebrauch von RDF. RSS 2.0 ist umstritten, da es entgegen den Aussagen von UserLand nicht vollständig abwärtskompatibel zu den 0.9x-Versionen ist, setzt sich als Quasi-Standard gleichwohl immer mehr durch. Really Simple Syndication RSS 2.0.9
Atom 2005 IETF Internet Engineering Task Force RSS 2.0. RSS und Atom sind nicht miteinander kompatibel, die beiden Formate können jedoch ineinander umgewandelt werden. Atom Syndication Format RFC 4287

Der Artikel The myth of RSS compatibility erläutert die Unterschiede zwischen den RSS-Versionen.



Weblinks





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