Björn Klippstein

Kardinalität

Klippstein IT Service

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Die Kardinalität spezifiziert eine Anzahl. Sie wird auch Multiplizität oder Vielfachheit genannt. Für Attribute spezifiziert sie die Anzahl der Werte, die ein Attribut haben kann oder muss. Für Assoziationen spezifiziert sie die Anzahl der Objekte, mit der ein Objekt in Beziehung stehen kann.

1:n

Als Beispiel betrachten wir die Situation in einer Bücherei. Dargestellt wird Relation zwischen Titel und Buch. Eine Bücherei hat besonders beliebte Titel ja mehrfach im Bestand.

1:n - Beziehung
1:n - Beziehung

Im diesem Klassendiagramm sind die Kardinalitäten der Assoziation notiert:

  • zu einem Titel können beliebig viele Bücher im Bestand sein. Die Kardinalität ist daher ∗. Beliebig viele heißt: 0 ist erlaubt (das Buch wurde noch nicht angeschafft oder es existiert keines mehr), ein einzelnes Buch ist auch möglich und mehrere Bücher ebenso.
  • jedes Buch hat genau einen Titel. Die Kardinalität ist daher 1. Es gibt keine Bücher ohne Titel (daher ist die Kardinalität nicht 0..1). Ein Buch kann auch nicht mehrere Titel haben (daher ist die Kardinalität nicht 1..∗).

In der Datenbankwelt spricht man in diesem Fall von einer 1:n-Beziehung.

n:m

Ein anderes Beispiel. Betrachten wir die Assoziation zwischen den Klassen Titel und Autor:

n:m - Beziehung
n:m - Beziehung

  • ein Autor kann mehrere Titel verfassen. Die Kardinalität ist daher ∗.
  • ein Titel kann von mehreren Autoren verfasst sein. Die Kardinalität ist daher ∗.

In der Datenbankwelt spricht man in diesem Fall von einer n:m-Beziehung.


1:1

Als Beispiel für eine 1:1-Beziehung betrachten wir die Assoziation zwischen der Klasse Ausweis und Nutzer:

1:1 - Beziehung
1:1 - Beziehung

  • Ein Ausweis hat genau einen Nutzer. Die Kardinalität ist daher 1. Er kann nicht mehrere Nutzer haben. Ein Ausweis kann auch nicht 0 Nutzer haben (stattdessen wird er in diesem Fall gelöscht). Es handelt sich also um eine Muss-Beziehung: Jeder Ausweis muss genau einen Nutzer haben.
  • Ein Nutzer kann einen oder keinen Ausweis haben. Die Kardinalität ist daher 0..1 . Der Nutzer kann also nicht mehrere Ausweise haben. Es ist aber möglich, dass der Nutzer auch ohne Ausweis als Nutzer registriert bleibt. Es handelt sich also um eine Kann-Beziehung.
Ein anspruchsvolles Beispiel zu Kardinalitäten findet sich im Abschnitt zur Transformation von Assoziationsklassen.





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