Typografie-Glossar
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Anführungszeichen
Im Deutschen werden Anführungszeichen gemäß der 99…66-Merkregel verwendet und sehen so aus: „“
Zu Varianten und Details siehe Artikel Sonderzeichen.
Glyphe
Die Glyphen sind das, was landläufig als die Buchstaben einer Schriftart bezeichnet wird. Genauer gesagt ist eine Glyphe die grafische Darstellung eines Schriftzeichens — also nicht das Schriftzeichen selbst, das sich ja vielerlei ausdrücken lässt, sondern seine visuelle Darstellung. Zum Unterschied zwischen Zeichen und Glyphe sie auch der Artikel Zeichen, Code, Encoding, Schriftart — eine Begriffsklärung.
Grotesk-Schriftart
Grotesk-Schriftarten sind Schriftarten mit einfach geformten Glyphen. Sie weisen keine Serifen auf. Die Strichstärke der Buchstaben ist gleichmäßig und einheitlich. Grotesk-Schriften werden auch „Serifenlose Linear-Antiqua“ genannt bzw. „Sans Serif Linear-Antiqua“. Der Name Grotesk ist etwas irreführend, da Grotesk-Schriftarten nicht verzerrt oder abartig sind. Vielmehr sind die meisten modernen Schriften dieser Gruppe zuzuordnen.
Laufweite
Die Laufweite bestimmt, wie ökonomisch die Schrift den verfügbaren Platz einer Zeile nutzt. Bei großer Laufweite läuft die Schrift breiter und es passen weniger Zeichen in eine Zeile. Eine kleine Laufweite führt zu einem eng wirkenden Schriftbild.
Sans Serif
ohne Serifen. Von allen Schriftarten ohne Serifen ist die bekannteste Arial, die am häufigsten im WWW genutzte Verdana und die berühmteste Helvetica.
Serifen
Serifen sind kleine Endstriche eines Buchstabens, wie auf untenstehender Abbildung in rot dargestellt. Ob eine Schriftart Serifen besitzt oder nicht, ist eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale der Schriftarten.
Serifen können die Lesbarkeit einer Schrift verbessern, wenn diese nicht zu klein dargestellt wird. Für die Lesbarkeit ist nicht die Einfachheit der Zeichen entscheidend, sondern dass die Zeichen eindeutig unterscheidbar sind. Bei sehr klein dargestellten Schriften ist dagegen eine serifenlose Schrift besser lesbar.
In Überschriften haben Serifen oft eine schmückende Funktion.
Serifenlose Linear-Antiqua
siehe Grotesk-Schriftart
Mittellänge
Die Mittellänge ist die Größe der Kleinbuchstaben, die keine Oberlängen besitzen, wie z.B. der Buchstabe x. Daher wird die Mittellänge auch x-Höhe genannt. Die Mittellänge hat eine große Auswirkung auf das Schriftbild. Große Mittellängen bewirken eine gute Lesbarkeit.
x-Höhe
siehe Mittellänge
Zurichtung
Die Zurichtung bezeichnet die Einrichtung der Vorbreite und der Nachbreite einer Glyphe.
Das Auge liest mit